Gastbeitrag: Meine Lieblingsbuslinie 120

Unsere Gastbloggerin Gesa Füßle hat es sich nicht nehmen lassen, sich auch an unserer #ÖPNVBlogparade zu beteiligen. Sie hat sich für die Linie 120 im Osten Hamburgs entschieden, weil man mit ihr im Grünen unterwegs ist. Warum sich eine Fahrt mit der 120 lohnt, erfahrt ihr hier in ihrem Beitrag.


„Ist es Schmu, wenn die Heimatbuslinie auch die Lieblingslinie ist? Auf keinen Fall. Denn auch eine Linie, mit der man häufig fährt, darf gefallen.

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Bus 120 fährt vom Hauptbahnhof eine gute Stunde bis nach Borghorst. Das liegt am äußersten Ostzipfel Hamburgs. Was man da will? Gucken. Genau genommen kann man, vom Hauptbahnhof kommend, die erste Hälfte der Strecke verschlafen. Man könnte auch vorher zu IKEA gehen und erst in Moorfleet einsteigen.

Aufwachen sollte man, wenn der Bus an der einzigen Ampel der Vier- und Marschlande zur Ochsenwerder Schule abbiegt (Haltestelle „Elversweg“). Kurz danach erreicht man den Hauptdeich, den man bis zur Endhaltestelle nicht mehr verlässt.

Da die Straße nicht auf der Deichkrone verläuft, kann man die meiste Zeit kein Wasser sehen, ich empfehle trotzdem, hinten im Bus die seitlichen Plätze zu wählen, weil man von dort am besten sieht.

Grundsätzlich ist der Blick zu den Häusern schöner (es sei denn, man möchte lieber die grasenden Schafe betrachten), aber zwischen dem Warwischer Hinterdeich und Wraust lohnt es sich, die Blickrichtung zu wechseln. Vorher ist man drei Stationen den Oortkatensee entlanggefahren, ja, so lang ist der. Im Sommer ein lohnenswertes Ausflugsziel, egal, welche Haltestelle man wählt. Kleiner Tipp: Die Haltestelle „Overwerder“ liegt direkt am Sandstrand, wenn man den der Wiese vorzieht.

Nun wechselt man also die Blickrichtung, denn die Straße erhebt sich unauffällig auf die Deichkrone und vor sich sieht man die Elbe und Niedersachsen auf der anderen Seite. Ein wunderbarer Blick!

120 – die Buslinie, die Ferienfeeling vermittelt und einem klarmacht, wie groß Hamburg tatsächlich ist. Und wie ländlich.

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Sie sind die Strecke gefahren, irgendwo ausgestiegen, wo es besonders schön war, und warten nun auf den Rückbus? Weit und breit keine Beleuchtung in Sicht? Schwenken Sie Ihr leuchtendes Handy, wenn der Bus naht, dann sieht der Fahrer Sie rechtzeitig. Auf dem Rückweg haben neue Busfahrer manchmal Schwierigkeiten, die Abzweigung vom Deich Richtung „Dorferbogen“ zu finden, obwohl da ein etwa 40 cm langes Hinweisschild hängt. Seien Sie nett und helfen Sie ihm!

Sie möchten nicht auf dem platten Land stranden, aber trotzdem Reetdachhäuser sehen? Dann fahren Sie mit der 124 in knapp anderthalb Stunden vom Hauptbahnhof zum Bahnhof Bergedorf. Sie werden zwar den Deich nicht sehen, dafür aber durch reichlich reetdachhausgesäumte Straßen kommen.“

Gesa Füßle


Hier erfahrt ihr mehr über unsere Gastbloggerin Gesa

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Fotos: Gesa Füßle

2 Antworten auf „Gastbeitrag: Meine Lieblingsbuslinie 120“

  1. Liebe Gesa,

    vielen Dank für deinen Beitrag zu unserer #ÖPNVBlogparade und für die tollen Fotos aus den Vier- und Marschlanden!

    Dein Tipp, mit dem leuchtenden Handy in der Nacht auf sich an der Haltestelle aufmerksam zu machen, ist übrigens wirklich super!

    Viele Grüße, Angelika

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