Der Rundum-Check für VHH-Busse

Wer Auto fährt, muss sein Fahrzeug alle zwei Jahre zur Hauptuntersuchung bringen. Ist technisch alles in Ordnung, gibt es dafür die sogenannte TÜV-Plakette. Nicht immer geht das glatt und nicht umsonst gibt es das Sprichwort: „Bis der TÜV uns scheidet.“ Natürlich werden auch Linienbusse regelmäßig untersucht. Wir nehmen euch hier im VHH-Blog mit zum Rundum-Check!

Unsere VHH-Busse werden wesentlich häufiger auf ihre Verkehrstüchtigkeit übereprüft, als normale PKWs. Sie müssen im 12-Wochen-Rhythmus auf die Untersuchungsgrube! Die Prüfungen teilen sich auf in die jährlich stattfindende Hauptuntersuchung (HU) sowie drei Termine, die als Sicherheitsprüfung (SP) gesetzlich vorgeschrieben sind.

Hauptuntersuchung bei einem VHH-Bus
Kfz-Meister Torsten Höfges untersucht einen VHH-Bus auf der Untersuchungsgrube

Auf dem Betriebshof Bergedorf ist Kfz-Meister Torsten Höfges für die Durchführung der Sicherheitsprüfungen zuständig.

„Bei HU und SP prüfen wir den Bus auf Herz und Nieren. Auf dem Bremsenprüfstand müssen die Bremsen zeigen, dass sie gleichmäßig und sicher zupacken können. Über Prüfgeräte, die an die Druckluftbremsanlage angeschlossen werden, werden die Drücke im Bremssystem gemessen. Unterwärts wird das Fahrwerk, Lenk- und Achsgestänge auf festen Sitz überprüft“,  sagt der VHH-Techniker.

Außerdem leuchtet Höfges mit der Taschenlampe Motor und Getriebe ab. Bemerkt er irgendwo Undichtigkeiten, wie Öl-, Kraftstoff- oder Wasserverlust, wird das sofort protokolliert und anschließend in der angrenzenden Werkstatt der VHH behoben.

Überprüfung des Innenraums eines VHH-Busses
Auch im Inneren, wie hier im Gelenkbusfaltenbalg, wird der Bus genauestens untersucht

Im Bus überprüft Höfges die Innenausstattung. Sind alle Haltestangen und Klappen ordentlich befestigt, ist nichts lose? Sind die vorhandenen Noteinrichtungen vorhanden und intakt? Auch der Blick auf die Prüfplaketten des Feuerlöschers und Vollständigkeit und Alter der Erste-Hilfe-Kästen dürfen dabei nicht fehlen.

Große Aufmerksamkeit richtet Höfges auch auf die Bustüren:

„Die Busse haben an den Türen eine sogenannte Reversiereinrichtung. Trifft die Tür beim Schließvorgang auf einen Fahrgast, springt sie automatisch wieder auf. Es kann also niemand in den Türen eingeklemmt werden“, sagt Höfges.

Auch die Türen eines VHH-Busses werden regelmäßig geprüft
Torsten Höfges kontrolliert Funktion und Sicherheitseinrichtungen der automatischen Türen

Ablauf und Umfang von Sicherheitsprüfung und Hauptuntersuchung sind weitestgehend identisch. Bei der Hauptuntersuchung wird das Fahrzeug zusätzlich noch auf die Einhaltung der aktuellen Unfallverhütungsvorschriften (UVV) überprüft. Mit der HU erfolgt zeitgleich auch die jährliche Abgasuntersuchung (AU).

„Unabhängig von der Sicherheitsprüfung und Hauptuntersuchung werden übrigens auch die Fahrtenschreiber der Busse geprüft“, erzählt Torsten Höfges.

Bei Reparaturen an der Tacho-Anlage – oder spätestens nach zwei Jahren – werden die Geräte, die den Fahrtverlauf aufzeichnen, geeicht und eingestellt.

Der überprüfte VHH-Bus erhält eine Ürüfplakette
Ist der Bus in Ordnung, klebt Prüfmeister Höfges zum Schluss die SP-Plakette

Untersucht werden die 570 Omnibusse des VHH-Konzerns auf den Betriebshöfen in Bergedorf, Schenefeld, Glinde, Quickborn und Elmshorn. Die Busse, die auf den kleineren Betriebsstellen stationiert sind, kommen umlauftechnisch in regelmäßigen Abständen auf diese Betriebshöfe, damit die nötigen Untersuchungen stattfinden können.

Torsten Höfges und seine Kolleginnen und Kollegen der VHH-Technik sorgen hinter den Kulissen täglich dafür, dass die Busse der VHH sicher und einsatzbereit ist.

Euer Rolf

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