Die HVV- Mobilitätsberatung beim „Aktionstag Barrierefreiheit“

Am 8. Juli 2015 fand in Altona wieder der „Aktionstag Barrierefreiheit“ statt. Unter dem Motto „Barrieren erkennen und überwinden!“ konnten Besucherinnen und Besucher sich damit beschäftigen, was Barrieren sind, wie sie überwunden werden können und wie Mobilität trotz Behinderung funktioniert.

Auch das Team der HVV-Mobilitätsberatung war natürlich mit vor Ort, um am VHH-Bus zu zeigen, wie man mit Rollator oder Rollstuhl am besten ein- und aussteigt und sich im Bus sicher positioniert. Tatkräftig unterstützt wurden die Mobilitätsberater des HVV und die Kollegen von der VHH wie so oft von denen, ohne die wir uns die Trainings nicht mehr vorstellen könnten: die ehrenamtlichen Mobilitätsberaterinnen und -berater. Den „Aktionstag Barrierefreiheit“ haben wir jetzt für ein kleines Interview mit Birgit Przybylski genutzt, eine Ehrenamtliche, die die HVV-Trainings schon lange begleitet.

Birgit Przybylski beim "Aktionstag Berrierefreiheit" in Altona
Birgit Przybylski beim „Aktionstag Berrierefreiheit“ in Altona. Schon seit einigen Jahren unterstützt sie die Arbeit der HVV-Mobilitätsberater tatkräftig

 

Frau Przybylski, wie sind Sie dazu gekommen, sich bei der Mobilitätsberatung zu engagieren?

Der HVV hat auf einer Sitzung des Landes-Seniorenbeirats Hamburg gefragt, wer von den Bezirks-Seniorenbeiräten Interesse hätte, sich beim HVV-Mobilitätstraining zu engagieren. Meine Motivation war dann die Überlegung, dass ich mit den Automaten nicht zurechtkam, wenn ich eine Fahrkarte gekauft habe. Dann dachte ich, wenn man es mir erklären würde und ich das anderen erklären kann, dann bringt es allen etwas. So bin ich dann dazu gekommen.

Sie haben sich also schon vor Ihrem Engagement in der HVV-Mobilitätsberatung für Seniorenbelange eingesetzt?

Ja, ich bin Mitglied des Bezirks-Seniorenbeirats Harburg und auch im Vorstand der BehindertenArbeitsgemeinschaft Harburg e.V. Wir sind ein eingetragener Verein, der sich für Behinderte Menschen oder Menschen, die mobilitätseingeschränkt sind, einsetzt. Wir haben im Verein auch mehrere Mitglieder, die selbst mobilitätseingeschränkt sind. Ich beschäftige mich also generell sehr mit dem Thema.

Wenn Sie die HVV-Mobilitätsberater bei ihren Trainings am VHH-Bus vor Ort unterstützen, haben Sie da die Erfahrung gemacht, dass auf Sie anders zugegangen wird?

Ja, natürlich. Man geht doch eher auf einen Gleichaltrigen zu, als auf einen jüngeren Menschen. Der kann das ja nicht nachvollziehen. Besonders beim Rollatorentraining haben wir immer nette Erlebnisse mit den Menschen, die auf uns zukommen. Das macht immer sehr viel Spaß.

Bei den Mobilitätstrainings wird das Team der HVV-Mobilitätsberatung häufig von engagierten Ehrenamtlichen unterstützt, die mit Rat und Tat den Fahrgästen zur Seite stehen
Bei den Mobilitätstrainings wird das Team der HVV-Mobilitätsberatung häufig von engagierten Ehrenamtlichen unterstützt, die mit Rat und Tat den Fahrgästen zur Seite stehen

 

Welche Fragen werden bei den Trainings häufig gestellt?

Fragen werden nicht so oft an uns herangetragen sondern eher Probleme. Da kommen Aussagen wie: „Ich kann nicht rückwärts aussteigen, sondern nur vorwärts.“ Und das soll man ja nicht, denn mit dem Rollator ist das gefährlich. Wenn wir dann erklären, warum vorwärts aussteigen gefährlich sein kann und den Leuten zeigen, wie es richtig geht, dann kommt das „Aha-Erlebnis“. Die Leute merken beim Training, dass es doch gut funktioniert. Das zeigt, wie wichtig das Rollatorentraining ist, denn es gibt immer mehr Menschen mit Rollatoren, die aber oft nicht wissen, wie sie damit umgehen sollen. Die Rollatorennutzer richtig zu schulen ist einfach zu ihrer eigenen Sicherheit sehr wichtig. Darauf sollte unbedingt stärker aufmerksam gemacht werden. Theoretisch könnten wir jede Woche unterwegs sein, um Mobilitätstrainings in den verschiedenen Stadtteilen anzubieten, so groß ist der Bedarf.

Frau Przybylski, vielen Dank für das Interview!

Bei den Trainings geht es natürlich nicht nur um die richtige Nutzung von Rollatoren. Auch wie man mit dem Rollstuhl am besten mit dem Bus unterwegs ist, wird von den HVV-Mobilitätsberatern erklärt und gezeigt
Bei den Trainings geht es natürlich nicht nur um die richtige Nutzung von Rollatoren. Auch wie man mit dem Rollstuhl am besten mit dem Bus unterwegs ist, wird von den HVV-Mobilitätsberatern erklärt und gezeigt

 

Falls ihr Fragen zur barrierefreien Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel habt, könnt ihr auch mit der HVV-Mobilitätsberatung für Senioren Kontakt aufnehmen oder uns gerne einen Kommentar unter diesem Beitrag hinterlassen!

Eure Angelika

⇒ Zur HVV-Mobilitätsberatung für Senioren

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4 Gedanken zu „Die HVV- Mobilitätsberatung beim „Aktionstag Barrierefreiheit“

  1. Dani Antworten

    ich finde es wirklich klasse, dass sie sich all diese mühe machen und die informationen aufbereitet für uns präsentieren. weiter so!

  2. Oliver Antworten

    Wirklich schön solche Kurse, so kann man gemeinsam im Team seine Hürden überwinden mit Rollator oder Rollstuhl. Ein großes Lob an die ehrenamtlichen die an diesem Projekt teilgenommen haben Wahnsinn.

    • Angelika Schoder Autor des BeitragesAntworten

      Hallo Oliver,

      danke für dein Lob, das wir gern an die Ehrenamtlichen weitergeben.

      Viele Grüße, Angelika vom Blog-Team

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