Der VHH-Oldtimerbus Nr. 8433 auf Tour durch Hamburg

Zum 50. Geburtstag des HVV gehen wir auf große Oldtimer-Tour in und um Hamburg. Vom 20. September bis zum 18. Oktober präsentieren wir unseren VHH-Oldtimerbus Nr. 8433 auf Wochen- und Herbstmärkten sowie auf Stadtfesten. Der bisher schwarz-rot lackierte Museumswagen wurde frisch restauriert und verfügt nun wieder über das Farbkleid, in dem er 1984 an die VHH ausgeliefert wurde.

Der „Mercedes Benz O 305“ ist der jüngste Vertreter unserer kleinen Oldtimer-Sammlung bei der VHH. Er repräsentiert eine Epoche Hamburger Stadtbusse, die zwischen 1969 und 1984 beschafft wurden.
Mangels Unterlagen konnten die ursprünglichen Farbnummern des Lacks nicht mehr festgestellt werden. Zum Glück fanden sich im Ersatzteillager noch alte Klappen, an denen man den Originalfarbton abnehmen konnte. Daraus leitete der VHH-Lackierer die entsprechenden  Farbtöne ab und verlieh dem Bus in Bergedorf wieder seine originale Farbgebung. Bei den Vorarbeiten unterstützten ihn die „Oldtimeristen“ der VHH, das sind Kolleginnen und Kollegen, die unsere historischen Busse in ihrer Freizeit pflegen und warten.

Schnappschuss auf dem Betriebshof Bergedorf - der VHH-Oldtimerbus Nr. 8433 (rechts) parkt zwecks technischer Recherche neben dem baugleichen Schnellbus-Modell des Hamburger Omnibus Verein e.V. "HOV" (links). Früher wurden die Schnellbusse im HVV hellbeige-rosé lackiert, während Stadtbusse hellbeige-rot waren
Schnappschuss auf dem Betriebshof Bergedorf – der VHH-Oldtimerbus Nr. 8433 (rechts) parkt zwecks technischer Recherche neben dem baugleichen Schnellbus-Modell des Hamburger Omnibus Verein e.V. „HOV“ (links). Früher wurden die Schnellbusse im HVV hellbeige-rosé lackiert, während Stadtbusse hellbeige-rot waren

Bei der Gelegenheit wurden auch alte HVV-Aufkleber rekonstruiert. Sie informieren darüber, dass Schwarzfahren teurer wird (DM 40,-) und man ab 19 Uhr bitte vorne einsteigen möge. Alles natürlich noch mit dem alten HVV-Logo. Auch der Hinweis auf den Winterdom 1984 darf als Scheibenwerbung nicht fehlen.

Das Schwarzfahren wurde damals teurer und schlug mit 40,- DM zu Buche
Das Schwarzfahren wurde damals teurer und schlug mit 40,- DM zu Buche

Unterstützt von der Bergedorfer Werkstatt wurden im Inneren nachträgliche Umrüstungen wieder zurückgebaut. Ein Kollege montierte die alte Sonnenblende wieder, für die er extra Halterungen anfertigte, und zwei weitere Kollegen sorgten dafür, dass das alte Funkgerät aus den 1970er Jahren zumindest für Ansagen wieder genutzt werden kann.

Zum Abschluss wurde der Bus vom Baurat als historisches Fahrzeug abgenommen, so dass das ursprüngliche Kennzeichen HH-Z 5486 am Ende mit einem „H“ gekrönt wurde. So ausgestattet, wird der Bus sicher bei dem einen oder anderen für ein „Weißt du noch?“ sorgen, wenn er auf Sonderfahrten unterwegs ist.

Die damalige Linie 132 ist heute Teil der MetroBus-Linie 12
Die damalige Linie 132 ist heute Teil der MetroBus-Linie 12

Übrigens: In dieser Farbgebung hat damals nicht nur die VHH ihre Busse bestellt; auch Hochbahn, PVG und zum Teil sogar die KVG-Busse waren in diesen Farben lackiert.

Neugierig auf unseren Oldie?
Bis 18. Oktober 2015 sind wir noch auf großer Jubiläumstour.

⇒ Hier gehts zu den Terminen

 

Noch mehr VHH-Oldtimer gibt es am 11. Oktober 2015 zum Verkehrshistorischen Tag.

⇒ Infos über die Fahrzeuge

Euer Rolf

4 Antworten auf „Der VHH-Oldtimerbus Nr. 8433 auf Tour durch Hamburg“

  1. Also erst einmal auch ein dicks Lob an alle, die in ihrer Freizeit und mit finanziellen Mitteln dafür sorgen, das der Bus wieder im alten Glanz erstrahlt.
    Ich bin in meiner Kindheit viel in Bergedorf / Lobrügge gewesen, weil da eine Oma wohnte und wir da oft zu Besuch waren. Kindheit bedeutet für mich auch Ikarus und O 305 fahren, nachher natürlich auch o 405 Schmutzfänger und Schaltgetriebe…eben VHH. „Unsere“ Linien waren der 131, 134 und 234…lange her….

    Aber bitte noch eine Frage. An einem verkehrshistorischen Tag in Berlin war auch Ihr Wagen hier in Berlin und ich bin natürlicjh mitgefahren. Was mir aufgefallen ist – oder ist es Einbildung nach so vielen Jahrzehnten – das das Motorengeräusch irgendwie anders als früher klang. Kann es sein das dieser Bus irgendwann mal einen neuen Motor bekam?

    Liebe Grüße und „Hummel Hummel“ aus Berlin!

    Thorsten Bartel

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