Der „Wagen-zu-Wagen-Funk“

Manchmal hört man als Fahrgast nur ein leises Rauschen aus dem vorderen Teil des Fahrzeugs, manchmal sind aber auch ganz deutlich Stimmen aus der Leitstelle zu hören – das Funksystem der VHH hat sicher jeder im Bus schon mal wahrgenommen. Hier im VHH-Blog geben wir einen kleinen Einblick zum sogenannten „WzW“, also dem Wagen-zu-Wagen-Funk.

Die VHH arbeitet mit einem rechnergestützten Betriebsleitsystem (RBL). Darüber wird hauptsächlich die Information und Kommunikation zwischen den Fahrzeugen und der Leitstelle gesteuert sowie die Fahrgastinformation in den Bussen und an den Haltestellen. Doch nicht nur mit der Leitstelle stehen die Fahrerinnen und Fahrer jederzeit in Verbindung, auch untereinander können sie auf einer separaten Funkfrequenz Kontakt zueinander aufnehmen: mit dem sogenannten Wagen-zu-Wagen-Funk (WzW).

Foto: Sven Peters
Foto: Sven Peters

Der Wagen-zu-Wagen-Funk ist in erster Linie ein Hilfsmittel, um die fahrplanmäßigen Anschlüsse zu sichern. Anders als die Leitstelle, die mit ihrem Funk das gesamte Verkehrsnetz der VHH abdecken kann, haben die Busse mit ihrem Wagen-zu-Wagen-Funk eine Reichweite von etwa 500 Metern. Das reicht aus, um an großen Haltestellen, an denen kein Sichtkontakt zwischen den Bussen besteht, oder in Gebieten, wo der Bus nicht so häufig fährt, aber die Buslinien vom Fahrplan her aufeinander abgestimmt sind, die jeweiligen Informationen zwischen den Bussen auszutauschen. Schnell kann von der Fahrerin oder vom Fahrer eine Taste gedrückt werden, um Kolleginnen oder Kollegen darüber zu informieren, dass noch Fahrgäste umsteigen möchten. Der Anschlussbus bekommt dann die Information und kann auf die Umsteiger warten.

Manchmal machen die Fahrerinnen und Fahrer vorher auch Durchsagen im Bus und fragen beispielsweise ihre Fahrgäste: „Will hier noch jemand zur 186?“ Ruft dann jemand aus dem Bus „Ja, hier!“ geht per WzW die Info an den anderen Bus: „Hier ist die 2 – bitte warten 186, da kommt noch jemand.“ Meldet sich unter den Fahrgästen niemand, geht die Info an die Kollegin oder den Kollegen: „Kannst losfahren, hab keine Umsteiger.“

Ist man sich als Fahrgast einmal nicht sicher, ob der geplante Anschluss erreicht wird, ist es hilfreich, schon beim Einsteigen der Busfahrerin oder dem Fahrer kurz Bescheid zu geben und auf den Umsteigewunsch hinzuweisen, denn dadurch kann der Anschlussbus dann rechtzeitig informiert werden, falls es Ende doch mal knapp wird.

Eure Angelika

Foto: Sven Peters

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