Damit es schneller geht: Fahrkartenautomaten an der Linie 3

An der Linie 3 gibt es eine Reihe an Veränderungen, damit die Busse pünktlicher fahren können. Neue Fahrkartenautomaten sind da nur ein kleiner, aber wichtiger Baustein. Ein Überblick:

Im täglichen Fahrbetrieb gibt es eine Reihe an Faktoren, die dazu beitragen, dass Busse Verspätung haben können. Die größte Ursache sind Staus, z.B. durch Baumaßnahmen oder Straßensperrungen, etwa wenn sich ein Unfall ereignet hat. Es gibt aber auch Faktoren, die zwar nur für kleine Verspätungen sorgen – doch im Verlauf des Linienweges kann sich das zu einigen Minuten summieren.

Auf der Linie 3 finden einige Maßnahmen statt, die das Bussystem verbessern sollen und so dafür sorgen können, dass die Busse pünktlicher fahren können:

Barrierefreies Ein- und Aussteigen

  • Sogenannte „Kasseler Sonderbords“ wurden und werden an Haltestellen installiert. Sie ermöglichen es, mit dem Bus nah an den Bordstein zu fahren, damit mobilitätseingeschränkte Fahrgäste bequem ein- und aussteigen können. Das erleichtert nicht nur den betroffenen Fahrgästen das Busfahren sondern geht auch schneller, wovon alle profitieren.

Ampelbeeinflussung

  • Auf einem Teil des Linienwegs der Linie 3 wurde jetzt eine Ampel-Beeinflussung eingerichtet, eine sogenannte LSA-Beeinflussung. Die Lichtsignalanlagen (kurz LSA) können von den Bussen angesteuert werden, wenn sich diese einer Kreuzung nähern. Die Ampeln werden dann möglichst schnell auf „Grün“ geschaltet oder bleiben  grün bis der Bus durch ist. Außerdem werden die Ampeln oft verkehrsabhängig geschaltet, da Detektoren den Verkehrsfluss erfassen. Um Staus zu verhindern werden Grünzeiten nun flexibler verteilt. Auch das spart Zeit, denn die eine oder andere Wartephase an einer roten Ampel kann so vermieden werden. Mehr zum Thema hier

Fahrkartenautomaten

  • Die neueste Verbesserung an Haltestellen sind die Fahrkartenautomaten. Ein wichtiger Zeitfaktor auf dem Linienweg sind nämlich Fahrgäste, die bei den Busfahrerinnen und -fahrern ihr Ticket kaufen. Bis das Kleingeld zusammengezählt ist, kann so schon einige Zeit vergehen – insbesondere, wenn es nicht nur einzelne Fahrgäste betrifft, sondern gleich mehrere bei der Fahrerin oder dem Fahrer ein Ticket kaufen. Schneller geht es nun mit den Fahrkartenautomaten. Hier kann beim Warten an der Haltestelle das passende Ticket ausgewählt und auch in Ruhe gezahlt werden. Wenn der Bus dann kommt, muss beim Einsteigen nur noch schnell das Ticket gezeigt werden.

Besonders beim letzten Punkt können also alle Fahrgäste mithelfen, dass die Busse pünktlicher fahren können. Die Automaten gibt es bereits an den Haltestellen U Feldstraße (Richtung Trabrennbahn Bahrenfeld), Neuer Pferdemarkt (beide Richtungen) und Bernstorffstraße (Richtung Bahrenfeld). Im Januar/Februar kommen dann noch Automaten an den Haltestellen Bernstorffstraße (Richtung Rathausmarkt) und Sternbrücke (Richtung Rathausmarkt) hinzu.

Euer Collin

9 thoughts on “Damit es schneller geht: Fahrkartenautomaten an der Linie 3

  1. Philipp Anz Antworten

    bei der Linie 3 sollte ein Haltepunkt ausgelassen werden, nämlich der Haltepunkt Mönckebergstraße, so kann der Bus gleich zu Haltestelle Steintorwall, keine 100 m entfernt bei Saturn durchfahren! –

    Stadtein- und auswärts, in und aus Richtung Kraftwerk Tiefstack, müssen die Busspuren ausgebaut werden, der Rückbau am Wallringtunnel, ist sehr negativ! – Dazu, die „Zickzack-Fahrerei“ an der Amsinckstraße! –

    • Collin Jacobs Autor des BeitragesAntworten

      Hallo Philipp,
      vielen Dank für deine Vorschläge.

      In der Tat sind die Haltestellen Hauptbahnhof/Mönckebergstraße und Hauptbahnhof/Steintorwall sehr dicht bei einander.
      Das eine Haltestelle in der Mö nicht bedient wird, kann ich mir nicht vorstellen. Sie ist nun einmal die Haupteinkaufstraße Hamburgs und dazu Umsteigepunkt.

      Der Verlust der Busspuren im Klosterwall ist sehr schmerzhaft gewesen. Nach der unmittelbar bevorstehenden Fertigstellung der Kreuzung Ferdinandstor, mit einer Abbiegemöglichkeit in Richtung An der Alster, wird jedoch mehr Verkehr den Wallringtunnel nutzen. Dadurch wird der Klosterwall entlastet. Wir gehen davon aus, dass der Bus dann wieder besser dort durch kommt.

      Die Planungen für die Amsinckstraße sind erst in der Ideenphase. Bei der Umsetzung soll auf jeden Fall berücksichtigt werden, dass der Bus nicht mehr so häufig die Spuren kreuzt.

      Wo Busspuren angelegt oder verlegt werden ist noch nicht klar. In der Amsinckstraße und im Högerdamm gibt es ja schon heute einige Busspuren.

      Ich wünsche dir eine gute Fahrt!
      Gruß Collin

      • Philipp Anz Antworten

        nur, wer die Situation an der Haltestelle Mönckebergstraße Stadtauswärts regelmäßig erlebt, merkt das dort eine Entzerrung der Busse her muss! –

        Die 3 hat leider permanent Verspätung, dazu die vielen 5 und 6er Busse sind dann davor! – Für alte Menschen, f. Menschen mit Sehbehinderung oder auch Touristen, die nach Rothenburgsort wollen, ist das immer ein hektisches zum Bus hinrennen, weil er nicht dort hält, wo man ihn erwartet! – Grund genug, ihn gleich bei Saturn, Steintorwall halten zu lassen, dort sind fahren nicht so viele Busse! –

        Stadteinwärts, solle die Haltestelle Nagelsweg auf die Straßenmitte verlegt werden um eine „Zickzackfahrerei“ zu ersparen. –

        Die Haltestelle Steinstraße – Stadteinwärts ist unglücklich gelegt, weil es dort zwischen Fahrradfahrern und Fahrgästen leicht zu Unfall-Situationen kommen kann! –

        Leider hat die Wirtschaftbehörde im Rahmen der Sanierung des Wallringtunnels zu sehr auf Individualverkehr gesetzt, die Modernen und umweltgerechten, Bedürfnisse außer acht gelassen! –

  2. René Antworten

    Wie sieht es denn aus mit der Haltestelle Bornkampsweg? In Richtung Innenstadt kaufen hier jeden morgen meist mehrere Fahrgäste Tickets. Seht ihr dort auch Handlungsbedarf?

    • Collin Jacobs Autor des BeitragesAntworten

      Hallo René,

      beide Haltestellen stadteinwärts (Linie 2 und 3) am Bornkampsweg erhalten nach dem Umbau der Kreuzung im Sommer 2016 einen Fahrscheinautomaten.

      Gruß Collin

  3. Anonym Antworten

    Auch die Haltestelle bilhorner mühlenweg wird von sehr vielen Touristen genutzt, da die Bushaltestelle die einzige und schnellste Verbindung Richtung Innenstadt ist für viele Hotel Besucher wie auch Einwohner.
    Außerdem würde ich vorschlagen den 3er in der Woche zum mindestens Morgens zur Schulzeit und Nachmittags zum Feierabend Verkehr in 5-Minuten Takten einzustellen. Der Bus ist trotz seiner Länge von 7-8 Uhr ausgelastet ! Wie auch von 16-18 Uhr ..

    • Collin Jacobs Autor des BeitragesAntworten

      Hallo,

      das Stimmt! Um die Haltezeit am Billhorner Mühlenweg zu verkürzen wird dort, nach erfolgtem Umbau der Haltestelle, ebenfalls ein Fahrscheinautomat aufgestellt. Vor allem Touristen können dann schon vor dem Einstieg ihr Ticket erwerben. Mit den Hotel haben wir außerdem schon Kontakt aufgenommen, um auf das Online-Ticket aufmerksam zu machen und über die Tarife vorab zu informieren.

      Die Auslastung der Busse wird auf der gesamten Linie 3 regelmäßig gemessen. Aus diesem Grund wurde der Fünf-Minuten-Takt im Westen gerade ausgeweitet. Zu bestimmten Zeiten ist zwischen der City und Rothenburgsort schon recht viel los. Die Linien 120 und 124 unterstützen das Angebot auf diesem Abschnitt, sodass bereits heute häufiger als alle zehn Minuten ein Bus fährt. Sollten die Messungen eine weitere Fahrgaststeigerung zeigen, ist eine Taktverdichtung auf der Linie 3 natürlich nicht ausgeschlossen.

      Gruß Collin

  4. Thorsten Sievers Antworten

    Zum Thema Fahrkartenautomaten:
    Diese ist sehr richtig das der Verkauf von Fahrscheinen beim Fahrpersonal sehr wichtige Zeit für die Fahrt auf Frist. Deswegen bin ich auch der Meinung das gerade auf hochfrequntierten Linien mehr Automaten an der Strecken stehen sollten. Diese werden dann aber auch nur richtig genutzt wenn man sich hier in Hamburg dazu durchringt den verkauf beim Fahrer einzustellen. Bei meinen Beobachtungen stehen viele Fahrgäste sogar direkt neben so einem Automaten, kaufen sich aber trotzdem Ihre Fahrkarte obwohl es eine gängige ist beim Fahrer.
    Desweitern bin ich sogar der Meinung das man über die Rückkehr des Automaten im Bus wieder nachdenken sollte.

    • Collin Jacobs Autor des BeitragesAntworten

      Hallo Thorsten,

      du hast Recht. Es ist wichtig, dass die Automaten möglichst gut genutzt werden.
      Wir werten die Verkaufszahlen im Bus und an den Automaten an den Haltestellen natürlich aus. Dann machen wir gezielt Werbung für die Nutzung.

      Die Zukunft sehen wir im Handy-Ticket, Online-Ticket und E-Ticket. Das sind Alternativen, die für die Kunden bequem sind und einen geringeren Aufwand erfordern.

      Gruß Collin

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