Jörg Pilawa testet, wie es ist als Busfahrer unterwegs zu sein

Eins vorweg: Wahrscheinlich wird Jörg Pilawa wohl nicht unser neuer Busfahrer auf der MetroBus-Linie 3. Auch wenn wir uns sehr gefreut hätten, denn der Moderator, der u.a. das „Quizduell“ in der ARD und „Die NDR Quizshow“ moderiert, ist ein sehr netter und freundlicher Typ – eigentlich perfekte Voraussetzungen für den Beruf als Busfahrer!

Moderator Jörg Pilawa fährt mit der VHH durch Hamburg

Jörg Pilawa im VHH-Bus unterwegs

Immerhin: Einen VHH-Bus durch Hamburg zu lenken, war für ihn Anfang Februar ein besonderes Erlebnis: „Busfahren kommt vom Glücksgefühl her gleich nach der Hochzeitsreise!“, verriet Pilawa nach der Fahrt. Der BILD gegenüber betonte er im Interview außerdem, dass er dadurch gemerkt habe, welche große Verantwortung Busfahrerinnen bzw. Busfahrer haben.

Und es stimmt: Es ist ein sehr verantwortungsvoller Job – in dem leider Fachkräftemangel herrscht. Ein weiteres Problem ist, dass Busfahren als „typischer Männerberuf“ gilt und kaum Frauen diesen Berufswunsch haben. Hier soll sich bei uns jetzt etwas ändern…

VHH-Fahrlehrer Jens Klose erklärt Moderator Jörg Pilawa beim Pressetermin am 1. Februar , worauf man als Busfahrer achten muss. Pilawa hatte sich gewünscht, ein mal einen Bus durch Hamburg zu fahren - die Zeitschrift „Auf einen Blick“ machte es gemeinsam mit der VHH möglich

VHH-Fahrlehrer Jens Klose erklärt Moderator Jörg Pilawa beim Pressetermin am 1. Februar , worauf man als Busfahrer achten muss. Pilawa hatte sich gewünscht, ein mal einen Bus durch Hamburg zu fahren – die Zeitschrift „Auf einen Blick“ machte es gemeinsam mit der VHH möglich

 

Bedingt durch den demografischen Wandel und die Rente mit 63 wird sich in den nächsten Jahren die Anzahl der von der VHH benötigten Fahrerinnen und Fahrer jährlich auf etwa 50 bis 60 Personen erhöhen. Anderen Verkehrsunternehmen geht es da nicht anders. Daher lässt sich definitiv sagen: Busfahrerin oder Busfahrer ist ein sehr gefragter Beruf.

Um mehr Menschen für den Beruf als Busfahrerin bzw. Busfahrer zu qualifizieren, hat die VHH deshalb in enger Kooperation mit der Agentur für Arbeit extra eine qualifizierende Maßnahme entwickelt, die entweder in Vollzeit oder auch in Teilzeit absolviert werden kann. Das heißt, die Teilnehmerin und Teilnehmer können die Ausbildung individuell auf ihre familiäre Situation anpassen.

Wird die sogenannte bedarfsreaktive Maßnahme bei der VHH in Teilzeit absolviert, benötigen Teilnehmerinnen und Teilnehmer 6,5 Monaten für die Qualifizierung. In Vollzeit kann die Maßnahme, die ein praktisches Fahrtraining und eine entsprechende Theorieausbildung beinhaltet, innerhalb von 4,5 Monaten beendet werden. Die Bewerberinnen und Bewerber erhalten hierfür einen Bildungsgutschein von ihrem Arbeitsvermittler. Diesen lösen sie bei der Fahrschule der VHH ein, um sich als Busfahrerin bzw. Busfahrer zu qualifizieren.

Die Kosten für die Maßnahme können übrigens von der Agentur für Arbeit getragen werden. Haben die Bewerberinnen und Bewerber keinen Anspruch auf einen Bildungsgutschein, besteht die Möglichkeit einer Direkteinstellung bei der VHH, verknüpft mit einer Ausbildung in der VHH-Fahrschule und der Verpflichtung, mindestens 2 Jahre im Unternehmen zu bleiben.

frauenpower-messe-vhh

Der VHH-Stand bei einer Berufsmesse: Fahrerin Aylin Kazancilar, Personalleiterin Verena Bouquet und Fahrerin Yvonne Welz, gemeinsam mit Fahrschulleiter Hermann Hohn, Fahrlehrer Jens Klose und Ausbildungsleiter Dieter Pargmann (v.l.n.r., von vorne nach hinten)

 

⇒ Die VHH ist derzeit deutschlandweit übrigens der einzige zertifizierte Bildungsträger, der die Qualifizierungsmaßnahme sowohl in Voll- als auch in Teilzeit anbietet.

Besonders wichtig ist es für uns, mehr Frauen für den Beruf der Busfahrerin zu begeistern. In den letzten Jahren ist es der VHH zwar bereits gelungen, den Frauenanteil in der Verwaltung auf etwa 43 Prozent zu steigern, doch im Fahrdienst sind bei uns erst rund 14 Prozent Frauen beschäftigt. Das soll sich ändern, deshalb sind in Zukunft bei der VHH noch weitere Maßnahmen geplant, etwa die Ermöglichung von familienfreundlichen Arbeitszeiten. Denn eins ist sicher: Es ist ein sehr anspruchsvoller, aber auch toller Beruf – und die Metropolregion Hamburg braucht Busfahrerinnen und Busfahrer in Zukunft mehr denn je.

Eure Angelika

15 Antworten

  1. Thomas Krenski sagt:

    Alles gut und schön. Doch mich wollte man nicht haben, Papiere kamen gleich ungesehen zurück. Ausserdem sind befristete Verträge an der Tagesordnung. Dann kommt die lausige Bezahlung für die hohe Verantwortung. Für die Schweiz war ich nicht „zu schlecht“! Hier wir der Beruf als Bus CHAUFFEUR besser geschätzt als in Deutschland. So ist es Realität, für deutsche Unternehmen zählt immer nur wie billig jemand arbeitet, leider. Ich weiß dass ich hier bei den Eidgenossen bleibe. Da habe ich wenigstens die Wertschätzung und gute Rente.

    • Angelika Schoder sagt:

      Hallo Thomas,

      bei der VHH verdienen Fahrerinnen und Fahrer nach 10 Jahren und mit der Weiterbildung zum Kundendienstleister rund 2.700 Euro, plus Urlaubs- und Weihnachtsgeld, plus Altersvorsorge. Zudem gibt es bei uns zusätzliche Zuschläge für Nachtdienste, Sonn- und Feiertagsdienste. Auch die HVV-Proficard kommt auf Wunsch zum günstigen Preis hinzu. Wir bieten unbefristete Arbeitsverträge, Zuschüsse für Fittnessangebote sowie gratis Obst, Säfte und Mineralwasser.
      Im übrigen werden alle Bewerbungen, die uns erreichen, genau von der Personalabteilung geprüft. Bei Fragen kannst du dich gerne an die Kollegen wenden unter fahrgastversteher@vhhbus.de.

      Viele Grüße, Angelika vom Blog-Team

  2. Jürgen sagt:

    Ein schlauer Mensch hat einmal vor einiger Zeit festgestellt, daß ein Busfahrer im innerstädtischen Liniendienst einer physischen und mentalen Belastung während eines Dienstes ausgesetzt ist, die um Einiges größer ist als beispielsweise bei einem Linien-Piloten!!
    Dies sollte man sich einmal vor Augen führen !

    Die Entlohnung für einen Busfahrer entspricht dem aber in keinster Weise! Auch hat ein Busfahrer nach Start und Landung keinen Auto-Piloten und auch keinen Co-Piloten!! Kein Wunder also, daß der Beruf des Busfahrers nicht so attraktiv ist! Da muß dringend nachgebessert werden ! Das Berufsbild des Linien-Busfahrers ist in den letzten zunehmend Jahren zu einem HilfsArbeiter -Job verkommen!
    Ich weiß, wovon ich spreche, denn ich mache diesen Job seit 28 Jahren! Weil er mir trotz aller Widrigkeiten immer noch Spaß macht! Offenbar sind aber die nachfolgenden Generationen nicht mehr derart motiviert!

    • Angelika Schoder sagt:

      Hallo Jürgen,

      Busfahrerin bzw. Busfahrer ist definitiv ein sehr anspruchsvoller und verantwortungsvoller Beruf. Es ist aber gleichzeitig auch ein sicherer Beruf mit Zukunft. Wichtig ist natürlich, dass einem der Job Spaß macht und man sich damit identifizieren kann – das sollte bei jedem Beruf so ein.
      Bei der VHH verdienen Fahrerinnen und Fahrer nach 10 Jahren und mit der Weiterbildung zum Kundendienstleister rund 2.700 Euro, plus Urlaubs- und Weihnachtsgeld, plus Altersvorsorge. Zudem gibt es bei uns zusätzliche Zuschläge für Nachtdienste, Sonn- und Feiertagsdienste. Auch die HVV-Proficard kommt auf Wunsch zum günstigen Preis hinzu. Wir bieten unbefristete Arbeitsverträge, Zuschüsse für Fittnessangebote sowie gratis Obst, Säfte und Mineralwasser. Hinzu kommen regelmäßige Weiterbildungen für unsere Fahrerinnen und Fahrer.

      Wir sind froh, dass unsere Kolleginnen und Kollegen den Job mit Begeisterung machen, weil sie gerne in Hamburg unterwegs sind und Freude am Umgang mit Menschen haben. Und wir hoffen natürlich, dass sich auch in Zukunft weiter Interessentinnen und Interessenten finden, weil sie die gleiche Leidenschaft für den Beruf haben.

      Viele Grüße, Angelika vom Blog-Team

  3. frank sagt:

    ich würde sehr gerne nach hamburg kommen ich könnte sofort loslegen mann hat mir gesagt das der lohn ziemlich schlecht ist mir ist die lust vergangen

    • Angelika Schoder sagt:

      Hallo Frank,

      wie bereits oben in den Kommentaren erwähnt, verdienen Fahrerinnen und Fahrer bei der VHH nach 10 Jahren und mit der Weiterbildung zum Kundendienstleister rund 2.700 Euro, plus Urlaubs- und Weihnachtsgeld, plus Altersvorsorge. Zudem gibt es bei uns zusätzliche Zuschläge für Nachtdienste, Sonn- und Feiertagsdienste. Auch die HVV-Proficard kommt auf Wunsch zum günstigen Preis hinzu. Wir bieten unbefristete Arbeitsverträge, Zuschüsse für Fittnessangebote sowie gratis Obst, Säfte und Mineralwasser. Hinzu kommen regelmäßige Weiterbildungen für unsere Fahrerinnen und Fahrer.

      Letzendlich kann nur jeder selbst für sich entscheiden, ob ihm dieses Gehalt und die gebotenen Zusatzleistungen zusagen. Ansonsten kannst du dich bei Fragen auch gerne an unsere Personalabteilung wenden unter fahrgastversteher@vhhbus.de.

      Viele Grüße,
      Angelika vom Blog-Team

      • frank sagt:

        das wäre ein brutto lohn aber richtig?

        • Angelika Schoder sagt:

          Hallo Frank,

          ja es wäre in dem Fall der Bruttolohn, Urlaubs- und Weihnachtsgeld sowie evtl. Zuschläge für Nachtdienst und Arbeit an Sonn- und Feiertagen käme hinzu. Aber am Besten du wendest dich an unsere Personalabteilung unter fahrgastversteher@vhhbus.de – sie können detailliertere Angaben machen.

          Viele Grüße
          Angelika vom Blog-Team

  4. Tim sagt:

    Hallo Angelika,

    klar mag das mit den 2700 € Brutto sich gut anhören, jedoch ist das der Betrag erst nach 10 Jahren Betriebszugehörigkeit.

    Ich finde die Fahrer machen einen sehr tollen und sicheren Job und sind zudem (zum größtenteils) ziemlich freundlich. Auch finde ich die Busse der VHH sehr freundlich und sicher. Wie ist denn ungefähr, dass Einstiegsgehalt wenn ich fragen darf?
    Meiner Meinung nach dürfte das Anfangsgehalt ja ziemlich gering sein, wenn ich daran bedenke, dass ich im Kaufmännischen Bereich und im Lager (auch Schichtdienst) mit 1900 € angefangen habe.

    Trotzdem möchte ich ein Lob an die fleißigen und freundlichen Busfahrer aussprechen – die ich leider im Raum München vermisse

    • Angelika Schoder sagt:

      Hallo Tim,

      zunächst vielen Dank für das Lob – die Kolleginnen und Kollegen im Fahrdienst haben wirklich keinen leichten Job, gerade im Großstadtverkehr. Wenn dann Lob von Fahrgästen kommt, freuen sie sich sehr!

      Was das genaue Einstiegsgehalt angeht, ist das auch immer von verschiedenen Faktoren abhängig, also ob man nach der Ausbildung übernommen wird, ob man in dem Beruf schon Erfahrung hat oder ob man dann direkt mit Nacht- oder Sonn- und Feiertagsdienst startet. Genaue Infos kann da eigentlich nur unsere Personalabteilung geben. Bei Intetesse bitte kurz bei fahrgastversteher@vhhbus.de nachfragen.

      Viele Grüße
      Angelika vom Blog-Team

  5. frank sagt:

    ich finde es echt schade das ich keine antwort bekomme ich habe an diese adresse geschrieben fahrgastversteher@vhhbus.de ich würde auch gerne nach hamburg kommen und als busfahrer zu arbeiten irgendwie bremst mich was villeicht der lohn?

  6. frank sagt:

    schade ich habe geschrieben und eine negative antwort bekommen

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