StreetArt an der Elbgaustraße

Während wir in den vergangenen Monaten besonders auf den MetroBus-Linien 2 und 3 einige Haltestellen erneuert haben, tut sich auch in anderen Bereichen des HVV etwas. In diesem Gastbeitrag stellt Joline Wulff, Schülerin an der Stadtteilschule Eidelstedt, ein Projekt an der Haltestelle Elbgaustraße vor, an dem ihre Klasse in den letzten Wochen gearbeitet hat.


Die Schülerinnen und Schüler aus der 12c von der Stadtteilschule Eidelstedt

Die Schülerinnen und Schüler aus der 12c von der Stadtteilschule Eidelstedt sorgten dafür, dass die Haltestelle Elbgaustraße einen neuen Style bekommt

 

Ein Wandgemälde entsteht an der Elbgaustraße

Schaut euch doch demnächst unten bei der Elbgaustraße noch einmal genauer um. Wir versprechen, es lohnt sich! Denn bei herbstlichen Temperaturen machten sich die Schülerinnen und Schüler aus der 12c von der Stadtteilschule Eidelstedt zusammen mit dem Künstler Kai Teschner auf den Weg zur Elbgaustraße. Mit Ehrgeiz und warmem Kakao trotzten sie der Kälte. Das Ziel: an den Wänden ein großes Wandgemälde entstehen zu lassen.

Viele Jahre hatte die Wand schon miterlebt und es waren deutliche Spuren zu sehen. So setzte sich der Dreck, welcher Jahre lang hinunter floss, fest. Aber die Zeit wurde zurück gedreht, die Wand im Auftrag der Bahn strahlend weiß gestrichen und am 6. Oktober 2016 fingen wir mit schwarzen Pinselstrichen an, sie zu bemalen.

Schülerin malt ein Wandgemälde

Eine Uhr im Vordergrund des Wandgemäldes erinnert daran, dass man einen Schritt schneller gehen sollte, wenn man die Bahn noch bekommen möchte

 

Macht als zentrales Thema des Wandgemäldes

Das Wandstück rechts neben dem S-Bahn Eingang  bekommt ein neues Gesicht, welches mit Stolz gezeigt werden kann. In dem Wandgemälde ist das Thema Macht verankert, aber auch persönliche Aspekte haben Einfluss genommen. Zudem ist die Deutsche Bahn integriert. Eine Uhr im Vordergrund erinnert daran, dass man vielleicht doch einen Schritt schneller gehen sollte, wenn man die Bahn noch bekommen möchte. Das große Ziel ist es, eine Wand zu gestalten, die von den Menschen betrachtet und bewundert werden kann. Und schaut genau hin! Vielleicht entdeckt ihr dann doch mehr Gestalten oder Gesichter, die man auf den ersten Blick gar nicht gesehen hätte.

Wandgemälde an der Elbgaustraße

Aus den Umrissen und Konturen des Wandgemäldes lassen sich immer wieder neue Dinge entdecken

 

Optische Täuschungen und Illusionen

Vexierbilder, optische Täuschungen oder Illusionen: Vielleicht hat der ein oder andere davon schon mal etwas gehört. Das bedeutet, ihr könnt in Umrissen, Konturen oder in Betrachtung des Ganzen immer wieder neue Dinge entdecken. Mit diesem Gedanken im Kopf sind die Schüler an die Gestaltung der verschiedenen Motive gegangen. Daraus haben sie drei Entwürfe zusammengestellt, die der Deutschen Bahn vorgelegt wurden. Ihnen gehören schließlich die Wände und sie erlauben es der Schule, an der Gestaltung des Stadtviertels teilzuhaben. Mit großer Freude und Begeisterung wurden alle drei Vorschläge aufgenommen!

Vorzeichnung für das Wandmotiv an der Elbgaustraße

Das Wandmotiv wurde in Quadrate aufgeteilt, damit es sich leichter auf die Wand übertragen lässt

 

So entstand das Wandgemälde

Zuerst aber bemalen die Schüler eine kleinere Wand, da die Unterführung erst noch einmal komplett gesäubert und weiß gestrichen werden muss. Dazu zeichneten sie ein Raster, um dann die Zeichnung ins Große zu übertragen. Jeder Schüler konnte sich zwei 1 x 1m große Quadrate aussuchen, um diese dann mit Kreide vorzubereiten. Die Vorarbeit war die längste und wichtigste Phase! Ohne diese Vorarbeit wäre alles krumm, schief und unförmig geworden. Diese Arbeitsphase hat aber auch mit am meisten Spaß gebracht.

Haltestelle Elbgaustraße in Hamburg

Wenn ihr das nächste mal an der Haltestelle Elbgaustraße vorbei kommt, z.B. mit der VHH-Linie 186, achtet auf das Wandgemälde

 

Kreatives Teamwork

Teamwork ist das Stichwort. Man hörte oft: „Wirf mir mal den Lappen rüber!“, oder „Du musst noch mal die Leiter festhalten!“ Es wurde sich gegenseitig geholfen und Schwierigkeiten wurden überwunden. Keine Wand war zu hoch oder zu schräg, mit akrobatischen Kletteraktionen wurde alles gemeistert. Am Ende aber gelang es den Schülern, die Konturen mit schwarzer Farbe zu fixieren. Schließlich sollte die ganze Arbeit nicht vom nächsten Regenschauer weggespült werden und wir wissen, in Hamburg ist dies keine Seltenheit!

_________________________

Schülerin bei der Wandbemalung an der Elbgaustraße

 Autorin des Beitrags ist Joline Wulff, Schülerin an der Stadtteilschule Eidelstedt

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.