Hamburg wächst in den Südosten, die MetroBus-Linie 3 wächst mit

Hamburg zählt heute rund 1,8 Millionen Einwohner, doch die Tendenz steigt. Gerade in den letzten Jahren ist die Hansestadt als Wohnort immer attraktiver geworden. Vor allem junge Menschen ziehen in die Stadt wegen der guten Bildungs- und Arbeitsangebote. Stadtplaner gehen davon aus, dass Hamburg bald über 2 Millionen Einwohner haben könnte. Doch wie muss sich dies Stadt daran anpassen? Hier im VHH-Blog geben wir einen kurzen Überblick, wie sich Hamburg in den nächsten Jahren mit entwickeln wird und welche Rolle hier unsere MetroBus-Linie 3 spielt.

 

Ein Blick in die Geschichte

Waren Hammerbrook, Hamm und Rothenburgsort vor dem Krieg noch dicht bewohnt und ähnelten in ihrem Erscheinungsbild Eppendorf und Eimsbüttel, führten sie nach den Zerstörungen und dem Abbau der ehemaligen U-Bahnlinie über Jahrzehnte einen „Dornröschenschlaf“ im Südosten Hamburgs. Gewerbe, Industrie und Verkehrsflächen bestimmten das Bild zwischen Bille und Elbe.

Einen ersten Anstoß zur Entwicklung gab es durch den Bau der S-Bahnlinie S3/S31 mit der Fertigstellung der Haltestelle Hammerbrook im Jahr 1983. Die City-Süd entstand. Sie war zunächst nicht besonders attraktiv, aber immerhin ein Ort für neue Büroflächen, der Menschen in die Gegend brachte und sie so zu neuem Leben erweckte.

 

Mit dem Bau der Harburger S-Bahnstrecke wurde in Hammerbrook die City Süd erschlossen. Im Bild die Hammerbrookstraße mit einem VHH Bus der Linie 120. (Quelle: Rüdiger Berger)
Mit dem Bau der Harburger S-Bahnstrecke wurde in Hammerbrook die City Süd erschlossen. Im Bild die Hammerbrookstraße mit einem VHH Bus der Linie 120.
(Quelle: Rüdiger Berger)

 

Hamburg entdeckt den Südosten neu

Inzwischen wachsen Hamburg und auch die HafenCity rasant. Am Baakenhafen entlang in Richtung der Elbbrücken rückt die Stadt damit bis nach Rothenburgsort vor. „Stromaufwärts an Elbe und Bille“ soll es dann auch weiter gehen, nach den Vorstellungen der Behörde für Stadtentwicklung und Wohnen. Gerade wird an den Elbbrücken eine neue U- und S-Bahn-Haltestelle gebaut. Im Umfeld dort strebt Hamburg in die Höhe. Neben Wohngebieten sollen Büros und Hotels bis zu 200 Meter hoch in den Himmel wachsen. In diesem Umfeld am östlichen Ende des Oberhafens (Haltestelle Billhorner Röhrendamm) soll ein neues Eingangstor für Hamburg entstehen. Wohnungen, Büros und Hotels entlang der B4/75 werden einen „Lärmriegel“ für die Verdichtung dahinter liegender Quartiere bilden.

Doch auch in der City Süd vollziehen sich Änderungen. Mit dem Bau von rund 800 Wohnungen am Sonninkanal (Haltestelle Lippeltstraße) wird der Stadtteil gerade auch Wohnort für viele Menschen. Im Bereich Münzviertel/Högerdamm (Haltestelle Spaldingstraße) sind viele neue Hotels und Wohnungen entstanden. Weitere werden geplant. Derzeit wird an der Kreuzung Heidenkampsweg/Amsinckstraße ein modernes Gewerbegebiet mit einem markanten Bürogebäude entwickelt, unweit der Haltestelle Billhorner Brückenstraße.

 

So könnte sich der Stadteingang im Beriech Rothenburgsort/Elbbrücken in den nächsten Jahrzehnten verändern. Einige Projekte sind bereits im Bau. (Quelle Behörde für Stadtentwicklung und Wohnen)
So könnte sich der Stadteingang im Beriech Rothenburgsort/Elbbrücken in den nächsten Jahrzehnten verändern. Einige Projekte sind bereits im Bau. (Quelle: Behörde für Stadtentwicklung und Wohnen)

 

Rothenburgsort als citynaher Stadtteil

Im Zuge der weiteren Entwicklung sollen auch viele Flächen in Rothenburgsort mit neuen Wohnhäusern verdichtet werden. Der Stadtteil liegt schließlich nur 10 Busminuten oder 5 S-Bahnminuten von der Innenstadt entfernt. Mit dem Entenwerder Park, der Elbe und der Billhorner Bucht hat Rothenburgsort ein attraktives Umfeld. Die Nähe zu den Arbeitsplätzen im künftigen Elbbrückenzentrum rückt diesen Wohnort zusätzlich in den Fokus.

Weitere Infos zum Projekt „Stromaufwärts an Elbe und Bille“ findet ihr hier: www.hamburg.de/stromaufwaerts

 

Auswirkungen auf die Linie 3

Mit der Verlängerung der Linie 3 im Jahr 2012 wurde die MetroBus-Linie 3 der VHH eine der wichtigsten und attraktivsten Verkehrsverbindungen all dieser Entwicklungsgebiete. Nun gilt es, das Angebot der steigenden Nachfrage in Zukunft weiter anzupassen. Regelmäßig werden deshalb die Fahrgastzahlen auf der Linie gemessen.

Was den ÖPNV angeht, so sollen besonders die Verkehrsführung und die Haltestellen entlang der Amsinckstraße und innerhalb Rothenburgsortsorts verbessert werden. Mit dem Einsatz moderner Busse und dem Test von elektrischen Antrieben ab 2017 stärkt die VHH außerdem das Busangebot und unterstützt damit die Umsetzung der begonnen Entwicklung des Südostens unserer Stadt.

Euer Collin

2 Antworten auf „Hamburg wächst in den Südosten, die MetroBus-Linie 3 wächst mit“

  1. Die genannten Maßnahmen sind alle gut und richtig, werden aber auf Dauer das Problem nicht lösen. Die einzig mögliche Lösung ist, die Metrobuslinie 3 vom Rathausmarkt bis Kraftwerk Tiefstack ebenfalls im 5-Minuten-Takt fahren zu lassen, nur so werden die zukünftigen Bewohner transportiert werden können. Schon jetzt sind recht viele Busse auf diesem Abschnitt hoffnungslos überfüllt, wie soll das erst werden wenn die Bevölkerungszahlen wachsen, der Takt aber unverändert bleibt?

    1. Hallo Peter,

      über eine Taktverdichtung wird in Zukunft auf jeden Fall nachzudenken sein. Sobald die Fahrgastzahlen dies erfordern, werden wir dann reagieren.

      Viele Grüße, Angelika vom Blog-Team

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