Video: Rolf erklärt – Teil 25

System- und Hochvolttechnik wird immer wichtiger bei der VHH. Das liegt natürlich an der Umstellung auf Elektromobilität. Um die neuen Elektrobusse instand halten zu können, müssen sich auch unsere Auszubildenden in der Werkstatt in Zukunft mit System- und Hochvolttechnik auskennen. In der neuen Folge von „Rolf erklärt“ geht es darum, welche Ausbildungsstellen es bei der VHH gibt und wie sich vor allem der Beruf der Kfz-Mechatronikerin bzw. des Kfz-Mechatronikers in den letzten Jahren verändert hat…

 

Teil 25 – Rolf erklärt, wie sich die Azubi-Stellen über die Jahre verändert haben

 

Zum Mitlesen:

Moin, Moin. Heute ist es mal wieder Zeit für ein kleines „Rolf erklärt“-Video. Ich bin heute hier im Keller des Ersatzteillagers der VHH in Bergedorf. Hier seht ihr Sitzpolster, Blechteile, Gummiteile – alles wird hier gelagert. Und warum wir heute hier sind, das erzähle ich euch gleich. Erstmal wollte ich euch erzählen, dass die VHH über 1.600 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter hat. Davon sind 47 Auszubildende.

Die VHH bildet in mehreren Berufen aus. Da sind zum Beispiel die Fachinformatikerinnen und Fachinformatiker. Wir haben Kaufleute für Verkehrsservice, die wir ausbilden. Wir haben den Beruf der Busfahrerin bzw. des Busfahrers, das ist ja seit 10 Jahren ein klassischer Lehrberuf mit der Bezeichnung „Fachkraft im Fahrbetrieb“. Wir werden 2018 auch eine Fahrzeuglackiererin bzw. einen Fahrzeuglackierer bei der VHH einstellen – dieser Beruf wird dann auch bei uns ausgebildet. Und wir haben natürlich den Beruf der Kfz-Mechatronikerin bzw. des Kfz-Mechatronikers mit dem Schwerpunkt System- und Hochvolttechnik.

Dieser Zusatz System- und Hochvolttechnik ist relativ neu, das bilden wir jetzt seit kurzem aus. Das ist im Grunde die Stelle des Kfz-Mechatronikers, wie sie seit Jahren schon ausgebildet wird. Allerdings mit einem neuen Schwerpunkt für die E-Busse, denn die stehen bei uns ja bald vor der Tür.

Ich habe da eine ganz besondere Beziehung zu dem Beruf. Das hängt ein bisschen damit zusammen, dass ich den Beruf 1985 hier selbst gelernt habe. Als ich im August 1985 bei der VHH angefangen habe, stand ich erstmal einige Wochen an der Feilbank und habe den „Grundlehrgang Metall“ absolviert. Das heißt, wir haben gefeilt, wir haben gesägt, wir haben gebohrt. Und das brauchten wir auch, denn wenn ein Bus repariert werden musste, dann war das auch immer mit Metallbearbeitung verbunden.

Ich habe euch hier mal ein kleines Beispiel vorbereitet. Wir stellen uns vor, wir sind im Jahr 1985 und der Bus nimmt kein Gas an. Was machen wir? Wir gucken und stellen fest: Es ist das Gasgestänge kaputt. Das Gasgestänge war ein 6 mm Rundstahl, der von vorne, vom Gaspedal bis hinten zur Einspritzpumpe ging, ein paar mal unterbrochen durch ein paar Gelenke. Eigentlich eine relativ simple Konstruktion. Wir haben den Rundstahl, wenn er dann kaputt war und erneuert werden musste, auf Länge zugeschnitten, am Ende kam dann noch ein Gewinde rauf und dann haben wir die Stange wieder eingebaut. Das war im Grunde die Reparatur 1985.

Heute sieht das ein bisschen anders aus. Da gibt es ein elektronisches Steuergerät und da läuft alles zusammen. Das ist nicht mehr wie beim Gasgestänge, sondern das ist schon etwas komplexer. Da laufen ganz viele Funktionen der Motorsteuerung zusammen. Dementsprechend ist das auch so, wenn die Kolleginnen und Kollegen heute den Mechatroniker-Beruf erlernen, dann müssen sie nicht mehr feilen und sägen, sondern sie müssen in erster Linie Fehler finden. Das heißt, Analyse ist wichtig, sie haben elektronische Prüfgeräte mit denen sie wiederum Aggregate prüfen und testen können – und gegebenenfalls auch neu programmieren können.

Ihr seht, das hat sich ganz schön gewandelt. Das wird sich in den nächsten Jahren auch noch stärker wandeln, denn wenn die Elektrobusse kommen, die haben technisch ganz andere Konzepte und da müssen wir uns drauf einstellen. Dementsprechend haben wir beim Beruf der Kfz-Mechatronikerin bzw. beim Kfz-Mechatroniker den Zusatz „System- und Hochvolttechnik“. Als ich die Ausbildung gemacht habe, da hieß der Beruf noch „Kfz-Schlosser“, das war die ursprüngliche Bezeichnung. Aber so ist das, die Zeit geht immer weiter. Und mit 6 mm Rundstahl, da werde ich heute nichts mehr. Tja, so ist das manchmal.

Viele Grüße von eurem VHH-Video-Team,
Angelika und Rolf

 

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